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Klimanotstand

Wir befinden uns auf direktem Weg in die Klimakatastrophe

Die Wissenschaft ist eindeutig: Aufgrund menschlicher Aktivitäten erwärmt sich die Erde in lebensbedrohlichem Ausmass und Tempo.

Hitze, Extremwetterereignisse, Wassermangel und Ernteausfälle bedrohen Milliarden Menschen in ihrer Existenz. Ein Grossteil der Tier- und Pflanzenarten ist vom Aussterben bedroht. Das Zeitfenster, in dem ein Wandel noch herbeigeführt werden kann, schliesst sich.

Der vom Menschen verursachte Klimawandel beschleunigt sich kontinuierlich

Die beobachtete Erwärmung hat seit 1900 zu einem Temperaturanstieg von etwa 1,2 °C geführt. Die Konzentrationen von Treibhausgasen sind höher als jemals zuvor in den letzten zwei Millionen Jahren. Ohne eine Verschärfung der politischen Massnahmen werden die Emissionen weiter ansteigen und bis zum Jahr 2100 zu einer katastrophalen globalen Erwärmung von 2,2°C-3,5°C führen. Die Verbrennung fossiler Stoffe ist für diese bedrohliche Entwicklung verantwortlich. Dabei sind die reichsten 10 % der Menschheit für die Hälfte der Treibhausgase verantwortlich. Die Schweiz gehört zu ihnen und ist weltweit eines der Länder mit den höchsten Pro-Kopf-Emissionen.

Erkrankungen und Sterblichkeit nehmen konstant zu

Zwischen 2030 und 2050 wird die Klimaerwärmung voraussichtlich etwa 250’000 zusätzliche Todesfälle pro Jahr verursachen, die auf Unterernährung, Wassermangel, Malaria, Durchfall und Hitzestress zurückzuführen sind. Fast die Hälfte der Menschheit lebt in Regionen, die durch den Klimawandel besonders stark getroffen sind. Bei einem anhaltenden Anstieg der Emissionen wird ein Großteil dieser Regionen bis zur Mitte des Jahrhunderts unbewohnbar werden. Im Vergleich zum globalen Durchschnitt ist die Schweiz mehr als doppelt so stark von der Erwärmung betroffen. Bereits jetzt ist es hier 2,5 °C wärmer als im vorindustriellen Durchschnitt. Hitzewellen haben sich verdoppelt, Starkniederschläge stark zugenommen und die Gletscher haben mehr als die Hälfte ihrer Eismenge verloren. Die Kosten der Klimaschäden steigen ins Unermessliche. Der Bund rechnet bis 2050 mit zusätzlichen Kosten von 38 Milliarden Franken.

Menschliche Aktivitäten dezimieren die Artenvielfalt

Die Erde erlebt einen bedrohlichen Niedergang der Artenvielfalt, die auch für das menschliche Überleben von zentraler Bedeutung ist. Wir befinden uns mitten im grössten Massenaussterben seit 66 Millionen Jahren: Etwa alle fünf Minuten stirbt eine Art aus. Schuld daran sind menschliche Aktivitäten wie das Verbrennen fossiler Brennstoffe, Waldrodung, intensive Landwirtschaft und Fischfang und menschliche Bautätigkeiten. Auch in der Schweiz stehen die Ökosysteme unter enormem Druck, der Verlust an Biodiversität ist dramatisch.

Wir können es uns nicht leisten, weiterhin CO2 in die Atmosphäre zu emittieren.  

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