Medienmitteilung: Julia Steinberger und vier weitere Sympathisanten von Renovate Switzerland blockieren die A6 in Bern Wankdorf

Die Teilnahme einer international anerkannten Klimawissenschaftlerin und Professorin an der Universität Lausanne an einer Aktion des zivilen Widerstands ist eine Premiere in der Schweiz. Sie ist Teil eines breiteren, internationalen Trends von Wissenschaftlern, die sich angesichts des Klimanotstands für gewaltfreie Aktionen entschieden haben.

  • Heute Morgen um 08.45 Uhr blockierten fünf Sympathisanten von Renovate Switzerland die Ein- und Ausfahrt der A6 bei der Wankdorfbrücke in Bern.
  • Unter ihnen ist Julia Steinberger, Professorin für ökologische Ökonomie an der Universität Lausanne, die an der dritten Arbeitsgruppe des IPCC teilgenommen hat. Angesichts des Klimanotstands fordert sie ihre Kollegen auf, sich dem zivilen Widerstand anzuschliessen.
  • Die Aktion führte zu Staus bei der Ein- und Ausfahrt der Autobahn A6 in Bern Wankdorf. Als die Polizei eintraf, klebten 2 Personen, darunter auch Julia Steinberger, ihre Hand an den Asphalt. Die Polizei griff hart ein, die beiden Personen wurden gewaltsam abgetrennt und alle Sympathisanten wurden gewaltsam an den Rand der Fahrbahn gezogen. Der Verkehr wurde wieder aufgenommen, alle Sympathisanten wurden festgenommen. Die Aktion dauerte 30 Minuten.

„Ich bin hier als Mutter, als Bürgerin, als Lehrerin und als Wissenschaftlerin. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Bewohnbarkeit unseres Planeten vor unseren Augen zerstört wird. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um unsere Zukunft und die Zukunft des Lebendigen, von dem wir alle abhängen, zu retten – einschliesslich gewaltfreie Aktionen.“

Zitat von Julia Steinberger, 48, Forscherin für ökologische Ökonomie an der Universität Lausanne

Eine Woche, fünf Blockaden

Die heutige Blockade ist die fünfte Aktion von den Sympathisanten der Kampagne Renovate Switzerland innerhalb einer Woche. Die Teilnehmenden sind:

  • Julia Steinberger (48), Forscherin für ökologische Ökonomie und Professorin an der Universität Lausanne.
  • Anaïs Tilquin (30), ehemalige Forscherin für Evolutionsbiologie an der ETH Zürich, die ihre Arbeit vor einem Jahr aufgegeben hat, um sich der Organisation des zivilen Widerstands zu widmen.
  • Peter Tillessen (52), Künstler
  • Nicolas Presti (30), Kellner
  • Dylan Pouilly (26), Sozialpädagoge

Ziviler Widerstand: eine Methode, die von vielen Wissenschaftlern legitimiert wird

Seit Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler, die zunehmende Dringlichkeit der Klima- und Umweltkrisen zu vermitteln. Da keines der traditionellen Kommunikationsmittel effektiv genug war, wenden sich viele Wissenschaftler dem zivilen Widerstand zu. Ein kürzlich in Nature Climate Change erschienener und von führenden Klimaforschern, darunter Julia Steinberger, verfasster Artikel fordert die Wissenschaftler auf, sich dem zivilen Widerstand anzuschliessen. Die heutige Aktion ist die jüngste in einem breiteren, internationalen Trend führender Wissenschaftler, die sich angesichts des Klimanotstands für den zivilen Widerstand entschieden haben.

Die thermische Sanierung zu beschleunigen ist eine sinnvolle Klimamassnahme.

Die thermische Gebäudesanierung ist ein offensichtlicher erster Schritt, um von fossilen Brennstoffen wegzukommen und den ökologischen Wandel einzuleiten. Um die thermische Renovierung des Schweizer Gebäudebestands zu beschleunigen, fordern die Sympathisanten von Renovate Switzerland den Bundesrat auf, sofort 4 Milliarden Franken bereitzustellen, damit 100.000 Personen sich in den Berufen der thermischen Sanierung umschulen können.

Kontakt

Cécile Bessire, +41 79 727 99 29, [email protected]

Mehr informationen:

Fotos und Videos der Aktionen: Link

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