Pressemitteilung: Vierte Aktion von Renovate Switzerland in weniger als eine Woche

Heute Morgen um 8.45 Uhr blockierten die Sympathisanten eine Autobahnausfahrt in Lausanne. Sie fordern, dass 100’000 Menschen im Bereich der thermischen Renovierung geschult werden. Das ist die vierte Aktion von Renovate Switzerland in weniger als einer Woche.

  • Heute um 08.45 Uhr blockierten fünf Sympathisanten von Renovate Switzerland eine Autobahnausfahrt bei la Bourdonnette in Lausanne. Sie hielten Transparenten mit dem Namen der Kampagne. Als die Polizei um 9 Uhr eintraf, klebten zwei Sympathisanten ihre Hände an den Asphalt.
  • Die Aktion führte zu Staus während mehr als einer Dreiviertelstunde bis La Maladière Einige Fahrer zeigten sich genervt über die Aktion.
  • Angesichts der absoluten Dringlichkeit der Klimakatastrophe fordern die Sympathisanten der Kampagne den Bundesrat auf, eine einfache, konsensfähige und notwendige Massnahme zu ergreifen: die sofortige Bereitstellung von 4 Milliarden Franken, um 100’000 zusätzliche Personen in den Berufen der thermischen Gebäudesanierung auszubilden.
  • Sie haben sich für gewaltfreie Aktionen als letztes Mittel entschieden, um den Klimahorror zu verhindern. Und werden ihre Aktionen so lange fortsetzen, bis der Bundesrat sich zum Schutz der Bevölkerung verpflichtet, wie es in der Bundesverfassung verankert ist.

Zitate

„Ich habe Angst um meine Zukunft. Lange Zeit habe ich mich angesichts der Gefahr und gegenüber den Politikern, die unverantwortlich und ohne Rücksicht auf meine Generation handeln, machtlos gefühlt. Sich dem zivilen Widerstand anzuschliessen, ist für mich eine Befreiung. Nun habe ich das Gefühl, verhältnismässig zu handeln und das Richtige zu tun. Ich erwarte vom Bundesrat, dass er das Gleiche tut und die notwendigen Massnahmen ergreift, um uns zu schützen.”

Tom Jeannin, 20 Jahre alt, Student

„Es ist unser Leben, das auf dem Spiel steht. Es liegt an uns, zu fordern, dass es geschützt wird. Wenn wir alle an einem Strang ziehen, haben wir als Bürger eine enorme Macht. Wir müssen den Bundesrat auffordern, seine Zusagen einzuhalten. Die thermische Gebäudesanierung ist eine offensichtliche Massnahme, die er jetzt ergreifen könnte. 100’000 neuen Menschen eine Ausbildung in diesem Bereich zu ermöglichen, bedeutet auch, ihnen einen sinnvollen Beruf mit Zukunft anzubieten, der zum Gemeinwohl beiträgt.

Brigitte Nicod, 69 Jahre alt, Rentnerin

Die Verantwortungslosigkeit des Bundesrates gefährdet das Leben von Millionen von Menschen.

Im April letzten Jahres haben die Wissenschaftler des IPCC deutlich gemacht: Was wir in den nächsten zwei bis drei Jahren tun, wird entscheidend sein. Ohne ehrgeizige Klimapolitik wird die gesamte Gesellschaft in den kommenden Jahrzehnten mit Instabilität und sozialer Unsicherheit konfrontiert sein: Vertreibung, Hungersnöte, bewaffnete Konflikte, Epidemien, sexuelle Gewalt, Leid und Massensterblichkeit. Trotz dieser existenziellen Risiken stellt sich der Bundesrat weiterhin taub und behandelt die Klimafrage als ein Thema unter vielen. Langfristige Massnahmen werden nicht in Betracht gezogen. Das gefährdet die Schweizer Bevölkerung. Die thermische Gebäudesanierung: eine Selbstverständlichkeit

Die thermische Gebäudesanierung: eine Selbstverständlichkeit

Als Antwort auf den Klimanotstand fordern die Sympathisanten von Renovate Switzerland die thermische Renovierung einer Million Häuser in der Schweiz. Das ist eine logische Massnahme zur Senkung der CO2-Emissionen und des Energiekonsums. Die finanziellen Mittel stehen zur Verfügung, Bildungsprogramme gibt es auch. Doch es würde im derzeitigen Tempo einhundert Jahre dauern, um die eine Million dringend renovierungsbedürftiger Häuser zu renovieren. Der Grund dafür ist der Mangel an Arbeitskräften. Deshalb fordern die Sympathisanten von Renovate Switzerland den Bundesrat auf, sofort 4 Milliarden Franken zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geld erhalten 100’000 Personen die Möglichkeit, sich für die zukunftsträchtigen Berufe der thermischen Gebäudesanierung umzuschulen.

Ziviler Widerstand: ein zutiefst demokratischer

Ansatz Die Geschichte wurde von gewöhnlichen Männern und Frauen geschrieben, die für das Richtige aufgestanden sind. Ziviler Widerstand beruht auf einem Verständnis der Rolle der Bürger in einer Demokratie, das nicht darin besteht, blind den Gesetzen und der Politik zu gehorchen, sondern das zu tun, was gerecht und für das Gemeinwohl ist. Angesichts der Dringlichkeit und der Untätigkeit der Politik haben die Sympathisanten von Renovate Switzerland beschlossen, in den zivilen Widerstand zu gehen. Und zwar nicht, um das Gesetz grundsätzlich abzulehnen, sondern um seine Umsetzung zu fordern. Sie werden ihre Aktionen so lange fortsetzen, bis der Bundesrat verspricht, die Bevölkerung vor dem Klimahorror zu schützen, wie es in der Bundesverfassung verankert ist.

Kontakt

Cécile Bessire, +41 79 727 99 29, [email protected]

Mehr informationen:

  • Pressemappe: Link
  • Fotos und Videos der Aktionen: Link
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