Pressemitteilung: Renovate Switzerland blockiert die Hardbrücke in Zürich

Seit Samstag 8. Oktober 2022 um 13.45, blockieren sechs Sympathisanten von Renovate Switzerland beide Richtungen der Hardbrücke in Zürich. Das ist ihre erste Aktion in der Wirtschaftsmetropole der Schweiz und das dritte Mal in dieser Woche, dass sie den Verkehr auf einer Hauptverkehrsstrasse des Landes stören.

  • Seit heute 13.45 Uhr blockieren sechs Leute die Hardbrücke. Als die Polizei eintraf, klebten 2 Menschen ihre Hände an den Asphalt. Die Aktion ist noch im Gange.
  • Die Aktion führte zu Staus in beiden Fahrtrichtungen. Passanten sammelten sich auf den Gehwegen, um die Aktion zu beobachten und zu kommentieren. 
  • Angesichts der absoluten Dringlichkeit der Klimakatastrophe fordern die Sympathisanten der Kampagne den Bundesrat auf, eine einfache, konsensfähige und notwendige Massnahme zu ergreifen: die sofortige Bereitstellung von 4 Milliarden Franken, um 100’000 zusätzliche Personen in den Berufen der thermischen Gebäudesanierung auszubilden.  
  • Demonstrationen, Petitionen, Abstimmungen: Egal, welche Methode bisher benutzt wurde, der Bundesrat nimmt seine Verantwortung immer noch nicht wahr. Die Sympathisanten und die über 100 Personen, die heute an der Kampagne Renovate Switzerland beteiligt sind, haben sich für gewaltfreie Aktionen als letztes Mittel entschieden, um den Klimahorror zu verhindern. 

Zitate

„Ich hasse es, Menschen zu stören und ich habe grosse Angst, dass die Menschen mich hassen. Aber was ich  noch weniger ertragen kann, ist zuzusehen, wie die Welt untergeht, während ich die Hände in den Schoss lege. Wenn ich sehe, dass die politischen Massnahmen in der Schweiz der Katastrophe  absolut nicht gewachsen sind, betrachte ich es als meine Bürgerpflicht, einzugreifen.“

David Appel, 46 Jahre, Spezialist für E-Learning

„Als Biologin kann ich nicht einfach zuschauen, wie meine eigene Spezies ausstirbt. Ich bin Mutter von zwei Kindern und möchte, dass sie damit aufwachsen können, die Welt um uns herum, die mich so fasziniert, zu entdecken und zu bestaunen.“

Sanja Hakala,  Biologin

Die Abhängigkeit von Öl und Gas ist das Todesurteil für eine ganze Generation

Die Wissenschaftler des IPCC sind sich einig: Um das Schlimmste zu verhindern, müssen die Treibhausgasemissionen innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre weltweit reduziert werden. Bisher ist der Bundesrat diesem Alarmsignal taub gegenübergestanden. Schlimmer noch: Indem er die Abhängigkeit der Schweiz von Gas und Öl aufrechterhält, verurteilt er eine ganze Generation zum Tode. Die Klimapolitik der Schweiz wird immer noch als unzureichend angesehen. Es gibt keinen Plan, der der existenziellen Dringlichkeit gerecht wird. Das Problem wird immer noch als eine Frage unter vielen behandelt.

Eine einfache, notwendige und konsensfähige Forderung

Die thermische Gebäudesanierung ist eine erste einfache und konsensfähige Massnahme zur Senkung der CO2-Emissionen. Sie gehört zu den wichtigsten Massnahmen gemäss den Wissenschaftlern des IPCC. In der Schweiz würde es im derzeitigen Tempo einhundert Jahre dauern, um die eine Million dringend renovierungsbedürftiger Häuser zu renovieren. Der Grund dafür ist der Mangel an Arbeitskräften. Um einen Gang höher zu schalten, fordern die Sympathisanten von Renovate Switzerland den Bundesrat auf, sofort 4 Milliarden Franken zur Verfügung zu stellen. Mit diesem Geld erhalten 100’000 Personen die Möglichkeit, sich für die zukunftsträchtigen Berufe der thermischen Gebäudesanierung umzuschulen.

Gegen Ohnmacht ist Widerstand angesagt

Angesichts des Notstands ermöglichen Aktionen des zivilen Widerstands, wie sie heute von Renovate Switzerland durchgeführt werden, normalen Bürgern, aus ihrem Zustand der Ohnmacht und Passivität herauszutreten und die Rolle aktiver Bürger zu übernehmen, die für das Gemeinwohl handeln. Die Sympathisanten von Renovate Switzerland haben angekündigt, dass die Aktionen in der ganzen Schweiz fortgesetzt werden, bis sie eine substanzielle Antwort des Bundesrates erhalten. 

Kontakt

Cécile Bessire, +41 79 727 99 29, [email protected] 

Mehr Informationen

  • Pressemappe: Link
  • Fotos und Videos der Aktionen: Link
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